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Verkehrsunfall LKW mit Autobus

Am Donnerstag, dem 14.10.1999, kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A 2. Daran waren ein tschechischer Autobus mit 45 großteils jugendlichen Personen, ein deutsches Wohnmobil und ein LKW mit Sattelaufleger beteiligt. In der Zugmaschine des LKWs waren zwei Personen eingeschlossen. Im Autobus, der von einem Ferienlager nach Hause fuhr, hatten einige Fahrgäste leichte Verletzungen, wie z.B. Prellungen. Kurz nachdem wir auf die Autobahn aufgefahren waren, bemerkten wir einen Verkehrsunfall mit drei zum Teil schwer beschädigten LKWs. Nach kurzer Erkundung stellten wir fest, dass keine Menschenrettung erforderlich war. Wir unterstützten noch die Rettungsmannschaften bei der Versorgung der verletzten Personen.

Zwischenzeitlich meldete uns ein Gendarmeriebeamter, dass der ursprünglich alarmierte Unfall mit den eingeklemmten Personen noch ca. 1 Kilometer weiter Richtung Wien war. Nach dieser Meldung fuhren 3 Fahrzeuge von uns zur nächsten Unfallstelle weiter, zwei Fahrzeuge blieben vor Ort . Die Autobahngendarmerie sperrte die Autobahn Fahrtrichtung Wien und leitete alle Fahrzeuge von der Autobahn ab.

Nachdem wir an der zweiten Unfallstelle eingetroffen waren, begannen wir damit, die eingeschlossenen Personen aus dem LKW zu befreien. Gleichzeitig erkundigten wir uns nach dem Befinden der 45 Personen im Autobus. Da man unsererseits einige Sprachschwierigkeiten hatte, versuchten wir uns teils mit Englisch, teils mit Händen und Füßen zu verständigen. Als wir feststellen konnten, daß sich einige Personen doch verletzt hatten, wurden einige Rettungsfahrzeuge zur Unfallstelle angefordert, welche diese in das Krankenhaus Mödling brachten. Als der LKW geöffnet war, konnten die beiden Personen aus dem zertrümmerten Fahrerhaus steigen. Inzwischen hatte die andere Mannschaft die verunfallten LKWs beim ersten Unfallbereich beseitigt und kam ebenfalls zur zweiten Unfallstelle.

Da aus dem LKW Diesel austrat, wurde auch das Schadstofffahrzeug an der Unfallstelle benötigt. Ein Blick in den Sattelaufleger genügte, um Festzustellen, dass die Ladung aus Nüssen in Big Bags (das sind grosse Säcke mit einem Fassungsvermögen von 1000-1500 Litern) bestand. Deshalb wurde das Kranfahrzeug Mödling angefordert, welches sehr rasch an der Unfallstelle eintraf. Nachdem man sich beraten hatte, wurde das Fahrzeug mit 2 Seilwinden wieder auf die Fahrbahn gezogen. Es musste mehrmals mit Krampen und Schaufeln aufgeschobenen Sand und Erdreich entfernt werden. Weiters musste man mit Unterlegsholz eine Fahrspur unter den Reifen legen. Kurz nach 15.30 wurden wir über Funk zu einem Verkehrsunfall auf der B11 im Brückenbereich über der A2 alarmiert.

Zwei Fahrzeuge setzten sich in Marsch und erkundeten die Lage. Ein PKW fuhr unter einem LKW; die Person war bereits befreit. Da es sich dabei um das Einsatzgebiet der FF Biedermannsdorf handelte, wurde diese verständigt. Wir sicherten die Unfallstelle bis zum Eintreffen der Wehr ab. Zwischenzeitlich konnte das Zugfahrzeug auf die Fahrbahn gezogen werden, der noch ausfliessende Treibstoff wurde eingedeicht und mittels Hand- und Pneumatikpumpen in Fässer gepumpt. Währendessen traf die Strassenmeisterei ein und begann mit dem Abgraben des verunreinigten Erdreichs. Für die Zeit der LKW- Bergung musste die Autobahn in Richtung Wien komplett gesperrt werden. Zum Schluss wurden nur noch die Fahrzeuge auf dem Pannenstreifen abgestellt. Nach dem Einrücken wurden noch die Geräte gereinigt und wieder in den Fahrzeugen verstaut. Die Einsatzdauer betrug an diesem Tag über 6 Stunden.

Die veröffentlichten Berichte sind ein Auszug aus unseren Einsätzen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Verwendung unserer Bilder ist nur nach Rücksprache mit der Pressestelle und unter Angabe des Bildautors gestattet.